migration-integration-header.jpg Foto: A. Zelck / DRK e.V.
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Interkulturelle Öffnung

Ansprechpartnerin


Nathalie Wollmann

Tel: 0711 5505-166
n.wollmann[at]drk-bw.de

Das Deutsche Rote Kreuz engagiert sich seit Jahren im Bereich der Interkulturellen Öffnung und setzt sich für einen interkulturellen Dialog auf Augenhöhe ein. Die Interkulturelle Öffnung leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration und zu einem respektvollen Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

Bereits 2003 wurde die Interkulturelle Öffnung als strategisches Ziel durch das Präsidium beschlossen. Viele Projekte und Maßnahmen des DRK haben in der Vergangenheit zu einem selbstverständlichen Miteinander beigetragen. Zu nennen sind beispielsweise Blutspendeaktionen in Moscheen, Erste-Hilfe Kurse bei Migrantenorganisationen, interkulturelle Frühstückstreffs oder die Durchführung der Informationsreihe "Älter werden in Deutschland" für türkische Migrantinnen und Migranten und für Spätaussiedler.

Als internationaler, weltoffener und neutraler Verband wird das Rote Kreuz sich auch in Zukunft über alle Migrantinnen und Migranten freuen, die ehren- und hauptamtlich bei uns mitarbeiten und gemeinsam "interkulturelle Zukunft" gestalten möchten.

Statement des DRK zum Jahrestag der rassistischen Anschläge von Hanau

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) setzt sich für eine offene und diverse Gesellschaft ohne Diskriminierung und Hass ein. "Wir verurteilen jede Art von Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus. Als Teil der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ist es unser Selbstverständnis, nicht nach ethnischer, regionaler oder sozialer Herkunft, Nationalität, Religion, Geschlecht oder politischer Überzeugung zu unterscheiden, sondern immer dort zu helfen, wo die Not am größten ist", sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich des Jahrestages der rassistischen Anschläge in Hanau am 19. Februar 2020.

Die Tat sei ein Angriff auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt gewesen; ebenso wie die antisemitischen und rechtsextremistischen Taten der vergangenen Jahre habe er aber zugleich schmerzlich vor Augen geführt, dass Deutschland nicht für alle Menschen ein sicherer Ort ist. Es brauche ein gesellschaftliches Klima des Miteinanders, der Toleranz und Solidarität sowie eine politische Debattenkultur, an der sich alle Gruppen gleichberechtigt beteiligen.

Alle Menschen müssten die gleichen Chancen und Rechte haben: Das gelte in der Kita, in der Schule, in der Ausbildung, im Arbeitsleben und im Alltag. Hier seien Institutionen, Organisationen, aber auch jede einzelne Person gefragt, sich deutlich gegen Diskriminierung zu stellen und Vielfalt selbst aktiv zu leben. "Obwohl das DRK mit seinen rund 443.000 Ehren- und 180.000 Hauptamtlichen bereits divers aufgestellt ist, ist es unser Bestreben, noch vielfältiger zu werden - ob in den Angeboten der Wohlfahrt oder in der Personal- und Organisationsstruktur. Dafür treten wir in den Austausch mit Betroffenenverbänden, vernetzen uns mit Beratungsstellen und setzen Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsprojekte um", sagt Hasselfeldt.

Weder die Tat noch die Opfer dürfen in Vergessenheit geraten: Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu und Kaloyan Velkov wurden im Zentrum von Hanau in zwei Shisha-Bars und einem Kiosk erschossen. Im Anschluss tötete der Täter seine Mutter Gabriele Rathjen. "Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, die den schrecklichen Verlust ihrer Liebsten verarbeiten müssen und noch immer nach Antworten suchen", sagt Hasselfeldt.

Quelle: Presseinfo DRK e.V. vom 18.02.2021

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