Erinnerung an die Wurzeln der Rotkreuz-Bewegung
Der Fackellauf knüpft an die Ereignisse des 24. Juni 1859 an: Nach der Schlacht von Solferino organisierte Henry Dunant Hilfe für tausende Verwundete und legte damit den Grundstein für die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Die jährlich stattfindende Fiaccolata in Italien erinnert bis heute an diese Ursprünge und an die Bedeutung von Menschlichkeit und Solidarität.
Auftakt mit neuem Konzept in Geislingen
Im DRK-Landesverband Baden-Württemberg startete der Staffellauf am 6. Juni 2026 im Rotkreuzlandesmuseum in Geislingen – in diesem Jahr erstmals mit einer neu gestalteten Auftaktveranstaltung.
Vertreterinnen und Vertreter aus Kreisverbänden, Gliederungen, Ehren- und Hauptamt sowie der Württembergischen Schwesternschaft kamen zusammen, um sich auf die gemeinsamen Tage einzustimmen. Neben einer Museumsführung standen insbesondere der Austausch und die inhaltliche Einführung in das „Licht der Hoffnung“ im Mittelpunkt. Ebenfalls neu war das diesjährige Konzept: Alle teilnehmenden Kreisverbände und Gliederungen erhielten eigene Fackeln. Damit wurde bewusst mehr Raum für individuelle Aktionen und Beteiligung vor Ort geschaffen.
Engagement im ganzen Land
In der Woche vom 7. bis 11. Juni 2026 setzten die Kreisverbände zahlreiche kreative und vielfältige Aktionen um. Diese spiegelten eindrucksvoll die Bandbreite des DRK wider:
- Im Kreisverband Mannheim reichte das Programm von Rotkreuz-Waffelaktionen über Mitmachangebote im betreuten Wohnen bis hin zu einer Fahrradtour durch mehrere Städte entlang der Bergstraße.
- Der Kreisverband Rems-Murr stellte unter dem Motto „DRK ist mehr als Blaulicht“ die Vielfalt seiner Angebote in einem Drehtag dar.
- Im Kreisverband Stuttgart verband eine Fahrradstaffel verschiedene historische Stationen rund um Henry Dunant und ergänzte diese mit Aktionen aus allen Bereichen des Verbandes.
- Der Kreisverband Nürtingen-Kirchheim setzte auf persönliche Einblicke in den Alltag von Haupt- und Ehrenamtlichen.
- Die Württembergische Schwesternschaft organisierte ein generationenübergreifendes Fackelfest sowie begleitende Informations- und Social-Media-Aktionen.
- Die Landesgeschäftsstelle schuf mit einem gemeinsamen Grillfest Raum für Begegnung und Austausch.
- Im Kreisverband Heilbronn wurde die Fiaccolata im Rahmen eines 100-jährigen Jubiläums eines Ortsvereins noch einmal besonders gefeiert.
- Der Kreisverband Calw hat in diesem Jahr der Fackel eine Stimme gegeben und sowohl Haupt-, als auch Ehrenamtliche via Foto und/oder Videobotschaft sprechen lassen.
- Im Kreisverband Göppingen drehte sich alles um die 7 Grundsätze des Roten Kreuzes. Unterstützt von den Grundsätzen wurde die Fackel durch die vielfältigen Gliederungen und Abteilungen getragen.
- Im KV Freudenstadt beteiligte sich der Ortsverein Eutingen Gäu. Beim Bereitschaftsabend wurde der Fackel symbolisch eine Stimme gegeben.
- Die Bergwacht Zollernalb reichte die Fackel weiter – an gleich mehrere Teams auf einmal: Drohnenstaffel Bitz, Drohnenstaffel Geislingen, Ortsverein Winterlingen und die Rettungshundestaffel.
Im ganzen Land entstanden dabei eindrucksvolle Bilder und Begegnungen, die die Idee des Fackellaufs sichtbar machten.
Abschluss mit gemeinsamer Rückschau in Owen
Ein weiterer neuer Bestandteil im Jahr 2026 war die Abschlussveranstaltung, die am 11. Juni im Katastrophenschutzzentrum in Owen stattfand. Dort kamen Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Kreisverbände, Gliederungen und der Schwesternschaft zusammen, um ihre Aktionen vorzustellen und gemeinsam auf die vergangenen Tage zurückzublicken. In kurzen Beiträgen, Präsentationen und Bildern wurden die vielfältigen Aktivitäten lebendig dargestellt. Die Veranstaltung bot nicht nur Raum für Rückblick und Austausch, sondern auch für gemeinsames Erleben und Vernetzung.
Übergabe an das Bayerische Rote Kreuz
Am 12.06.26 wurde das „Licht der Hoffnung“ auf der Ulmer Seite der Donau von der Wasserwacht des BRKs abgeholt und an das Neu-Ulmer Ufer gebracht. Begleitet wurde die Übergabe von Präsidentin Barbara Bosch, dem Präsidenten des Bayerischen Roten Kreuzes, Hans-Michael Weisky, der Präsidentin des Kreisverbands Neu-Ulm, Katrin Albsteiger, sowie Gunter Czisch, Präsident des DRK-Kreisverbands Ulm.
Ein starkes Zeichen der Gemeinschaft
Der Staffellauf 2026 im DRK-Landesverband Baden-Württemberg hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und vielfältig die Rotkreuz-Idee gelebt wird. Das weitergereichte Licht bleibt damit ein starkes Symbol: für Menschlichkeit, Zusammenhalt – und die gemeinsame Aufgabe, anderen zu helfen.









