In ihrem Bericht an die Landesversammlung hob die alte und neue Präsidentin die Leistungsfähigkeit und gesellschaftliche Bedeutung des Roten Kreuzes in Baden-Württemberg hervor. „Das Deutsche Rote Kreuz in Baden-Württemberg ist stark“, betonte sie. Diese Stärke gründe sich nicht allein auf die Größe des Verbandes, sondern vor allem auf das Engagement tausender Ehrenamtlicher und Beschäftigter, die täglich Verantwortung für andere Menschen übernehmen.
Mit mehr als 63.000 aktiven Ehrenamtlichen, über 17.500 hauptamtlich Beschäftigten sowie Hunderttausenden Fördermitgliedern leiste das Rote Kreuz in Baden-Württemberg einen unverzichtbaren Beitrag für die Notfallversorgung, den Bevölkerungsschutz, die Pflege, die Jugend- und Sozialarbeit sowie zahlreiche weitere Angebote im Land.
Zugleich machte die Präsidentin deutlich, dass die Rahmenbedingungen für Hilfsorganisationen anspruchsvoller werden. Angesichts zunehmender Krisen, Extremwetterereignisse und internationaler Konflikte sei ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz wichtiger denn je. „Sicherheit entsteht nicht erst in der Katastrophe. Sicherheit entsteht durch Vorbereitung. Durch Ausbildung. Durch Ehrenamt. Durch starke Hilfsorganisationen.“ Gerade deshalb brauche das Ehrenamt verlässliche Unterstützung und moderne Rahmenbedingungen.
Mit Blick auf die Verbandsstrategie „Stabil Sozial“ unterstrich die Präsidentin den Anspruch des DRK, gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv mitzugestalten. Das Rote Kreuz habe sich erfolgreich in politische Reformprozesse eingebracht, etwa beim Rettungsdienst- und Katastrophenschutzrecht, und werde auch künftig die Interessen der Menschen vertreten, die sich für andere einsetzen.
Beifall erhielt Bosch für ihren Appel an die Politik, die tragende Rolle der ehrenamtlichen Aktiven vor allem im Bevölkerungsschutz mit den erforderlichen Investitionen in dessen Strukturen zu honorieren sowie für den Hinweis auf die Risiken für Rettungsdienst und Wohlfahrt aufgrund der erst jüngst beschlossenen Sparmaßnahmen auf Bundesebene.
Die einstimmige Wiederwahl wertete die Präsidentin als Auftrag für die kommenden Jahre: „Wir werden die Zukunft bewältigen können. Weil wir im Roten Kreuz auf so viele Menschen mit so vielen Talenten bauen können – wenn wir weiter zusammenstehen, mutig bleiben und Verantwortung übernehmen.“
Zuvor hatten Staatssekretär Reiner Moser aus dem Innenministerium, Dr. Achim Brötel, Präsident des Landkreistags, Thomas Bernlöhr, Vizepräsident des DRK-Kreisverbands Rems-Murr sowie Gabriele Zull, Oberbürgermeisterin von Fellbach in ihren Grußworten die Arbeit des DRK gewürdigt.
Mit der Henry-Dunant-Plakette zeichnete Präsidentin Barbara Bosch mit Armin Guttenberger und Klaus Schliz zwei verdiente Ehrenamtliche für deren großen Einsatz aus.
Das bis 2030 neu gewählte Präsidium:
- Barbara Bosch (Präsidentin)
- Petra Häffner (Vizepräsidentin)
- Klaus Pavel (Vizepräsident)
- Wolfgang Haalboom (Vizepräsident)
- Simon Böttinger (Landesschatzmeister)
- Prof. Dr. Wolfgang Kramer (Landesarzt)
- Friedrich Haberstroh (Landesjustiziar)
- Jürgen Wiesbeck (Landesdirektor der Bereitschaften)
- Jennifer Matthäus (Landesdirektorin der Bereitschaften)
- Gabriele Vorreiter (Landesleiterin der Sozialarbeit)
- Laura Jäger (Landesleiterin Jugendrotkreuz)
- Dominik Weiss (Landesleiter Bergwacht)
- Arne Jessen (Landesleiter Wasserwacht)
- Anne-Katrin Gerhardts (Vertretung der Schwesternschaften)







