· Pressemitteilung

Zum Tag der Internationalen Notrufnummer 112: Künftig noch bessere Zusammenarbeit in der Notfallrettung

Die Qualität der Leitstellen in Baden-Württemberg wächst weiter. Zum Tag der Internationalen Notrufnummer stellt das Rote Kreuz neu strukturierte, einheitliche Einsatzstichworte vor. Diese werden bis zum 31. März in allen 34 Integrierten Leitstellen in Baden-Württemberg eingeführt.

Die Einführung einheitlicher Einsatzstichworte dient der Klarheit und Effizienz bei der Einsatzsteuerung. Die Zusammenarbeit zwischen Leitstellen wird einfacher und schneller, die Übergabe von Einsätzen zwischen verschiedenen Leitstellen deutlich erleichtert. Gerade bei schwerwiegenden Erkrankungen führt das zu einer schnelleren Ankunft der Einsatzkräfte und einer zügigeren Vorstellung des Patienten. Die Versorgungssicherheit für Patientinnen und Patienten steigt. 

Krankheitsbildern oder Verletzungen werden in der neuen Systematik verschiedene Dringlichkeiten zugeordnet – von „unmittelbar lebensbedrohlich“ bis hin zu „stabil, aber hilfsbedürftig“. So gibt es das Einsatzstichwort „Sturz“ in mehreren Kategorien. Fällt eine Person im Freien bei Eiseskälte, verletzt sich dabei und kann nicht aufstehen, muss er schneller versorgt werden als jemand, der im Warmen in einer Pflegeeinrichtung gestürzt ist, keine schwerwiegende Verletzung erlitten hat und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes von Pflegekräften vor Ort betreut werden kann.

In Baden-Württemberg arbeiten Rettungsdienst und Feuerwehr gemeinsam in den integrierten Leitstellen zusammen. Das ermöglicht eine schnelle, koordinierte Alarmierung und Einsatzabwicklung für eine effektive Hilfe vor Ort. Die 112 ist der zentrale Zugang zu Rettungsdiensten und Feuerwehr. Wer in Gefahr oder akut krank wird, erhält rund um die Uhr schnelle Hilfe. Die 112 sollte aber ausschließlich in echten Notfällen gewählt werden – akute Bedrohung des Lebens, schwere Verletzungen, Brand- oder Gefahrensituationen. Für medizinische Anliegen, die nicht zwingend eilig sind, gibt es den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder die Notfallpraxen unter der Nummer 116117. Missbrauch oder unnötige Alarmierungen über die 112 verzögern immer wieder die Hilfe für tatsächlich Notleidende.

Weitere Informationen:

In Baden-Württemberg leistet das Rote Kreuz etwa 75 Prozent des Rettungsdienstes und gewährleistet mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern den weit überwiegenden Teil des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes. Damit sichert das Rote Kreuz bei Notfällen, in Krisen sowie in Unwetter- und in Katastrophenlagen eine im nationalen und internationalen Vergleich hervorragende Versorgung der Menschen in Baden-Württemberg.