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Schutzmaßnahmen und Verhalten bei Quarantäne

Seit dem 27.April gilt in Deutschland die Maskenpflicht im Öffentlichen Personalverkehr und beim Einkaufen. Die Alltagsmasken dienen laut Gesundheitsministerium nicht als Eigenschutz, sondern dazu, andere vor einer Infektion zu schützen.
Nachfolgend finden Sie eine Liste von Schutzmaßnahmen und Hinweisen zum Verhalten angesichts einer erhöhten Infektionsgefahr. Einen allgemeinen Ratgeber des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) für die Notfallvorsorge und das richtige Handeln in Notsituationen finden Sie hier.
  • Prävention Privat
    • Häufiges Händewaschen: Regelmäßiges Händewaschen mit Seife und Wasser oder Desinfizieren der Händer tötet Krankheitserreger ab.
    • Abstand halten: Halte ungefähr einen Meter Abstand zu Personen, die husten oder niesen. So kann das Einatmen von Krankheitserreger vermieden werden.
    • Kein Kontakt mit Augen, Nase oder Mund: Hände fassen viel über den Tag an und können so in Berührung mit Krankheitserregern kommen. Wenn man kontaminiert ist, dann können diese durch den Kontakt mit Augen, Nasen oder Mund in den Körper gelangen.
    • Atemweghygiene: Halte beim Niesen oder Husten Ellbogen oder Hand vor dem Mund. Danach sollten die Hände gereinigt werden, Taschentücher sollten entsorgt werden. So können andere Personen davor geschützt werden, sich anzustecken.
    • Vorgehen bei Symptomen: Bei Fieber sollte die betroffene Person zuhause bleiben. Bei Fieber oder Atemwegnot muss medizinische Hilfe geholt werden. Wichtig ist es dabei, vorab telefonisch Kontakt mit dem Arzt aufzunehmen und dessen Anweisungen zu folgen. So kann eine Ausrbeitung des Virus verhindert werden.
    • Informiert bleiben: Es ist wichtig über die Entwicklung des Coronavirus informiert zu bleiben und den Ratschlägen der Gesundheitsbehörde zu folgen. So kann das eigene Risiko angesteckt zu werden, vermindert werden.
  • Prävention Unternehmen
    • Homeoffice: Homeoffice für besonders gefährdete Mitarbeiter wenn möglich.
    • Quarantäne: Mitarbeiter mit akuten Symptomen einer Atemwegserkrankung (zum Beispiel Husten oder Atemnot) sollten sofort nach Hause geschickt werden.
    • Desinfektionsmittel: Stellen Sie Möglichkeiten für Handhygiene bereit (Seife und Papierhandtücher).
    • Reinigung: Lassen Sie Oberflächen und die Umgebung routinemäßig reinigen.
    • Vertretungsregelung: Vorgesetzte sollten besonders relevante Positionen in den Arbeitsabläufen identifizieren und für Vertretungen sorgen; die Abwesenheit einer Person wird dann nicht die Funktionsfähigkeit der ganzen Organisation gefährden oder beeinträchtigen.
    • Schulungen: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter „Hygiene Promotion“.
  • Verhalten bei Quarantäne

    Die Quarantänesituation ist eine Schutzmaßnahme. Sie ist aber auch eine Belastung, denn sie schließt potenziell erkrankte Personen von der Teilnahme am sozialen Leben weitgehend aus. Wichtige soziale Ressourcen, wie sie das Berufs- oder Familienleben bieten, sind reduziert. Denken Sie immer daran, dass Sie zum Schutz anderer unter Quarantäne stehen.

    Tipps des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zum Umgang mit Kindern bei Quarantäne finden Sie hier.
    • Hygiene-Maßnahmen: Vorbeugende Hygiene-Maßnahmen wie Husten- und Nies-Etikette sind auch in der Quarantäne notwendig, besonders, wenn mehrere Personen in Ihrem Haushalt leben. 

    • Freizeitbeschäftigung: Schaffen Sie sich eine Tagesstruktur und setzen Sie sich Ziele. Die Ziele sollten unter den gegebenen Umständen realistisch sein. Probieren Sie verschiedene Dinge aus wie zum Beispiel lesen, aufräumen oder das Schreiben eines Tagebuchs. Bleiben Sie körperlich aktiv: Auch auf begrenztem Raum kann Sport betrieben werden, zum Beispiel durch Seilspringen oder Übungen auf dem Boden. Hierzu gibt es im Internet viele Hinweise, Angebote und Anregungen.

    • Sozialer Kontakt: Bleiben Sie mit Familie und Freunden in Kontakt, zum Beispiel über Telefon und soziale Medien.

    • Einkaufen: Bitten Sie Freunde oder Nachbarn, für Sie einzukaufen oder Medikamente zu besorgen. Auch die Gesundheitsämter bieten häufig Unterstützung an.

    • Unterstützung: Wenn Sie sich niedergeschlagen fühlen, zögern Sie nicht, sich frühzeitig Hilfe und Unterstützung zu suchen. Ihre Familie oder Ihr weiteres soziales Umfeld können dafür eine wichtige Ressource sein.  Die Telefonseelsorge kann ebenfalls eine Anlaufstelle sein  (Telefon 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222 oder 116 123).

    • Akzeptieren Sie Ihre Gefühle: Unfreiwillig in häuslicher Quarantäne zu sein, kann viele verschiedene emotionale Reaktionen hervorrufen. Diese Gefühle sind normale Reaktionen auf die unnormale Situation.

    • Seien Sie kritisch: Es sind viele Falschinformationen im Umlauf. Informieren Sie sich nur bei vertrauenswürdigen Quellen, zum Beispiel auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de). Auch das Bundesgesundheitsministerium, die Landesministerien und die Gesundheitsämter stellen gesicherte Informationen bereit. Seriöse Ansprechperson ist natürlich auch Ihr Hausarzt/Ihre Hausärztin.

    • Information in Maßen: Versuchen Sie, den Medienkonsum in Bezug auf dieses Thema zu begrenzen. Setzen Sie sich zum Beispiel feste Zeiten, in denen Sie sich über die Medien informieren und überlegen Sie, welche Kanäle Sie dafür nutzen möchten. Die zum Teil ständige Berichterstattung mancher Medien alle halbe Stunde vermittelt das Empfinden unmittelbarer akuter Bedrohung, obwohl dies so nicht gerechtfertigt ist.
    • Optimismus: Bewahren Sie sich eine positive Grundhaltung und orientieren Sie sich an Werten, die Ihnen Halt geben (zum Beispiel Familie, soziales Netz, Glaube).
    Den ganzen Bericht des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg zur häuslichen Quarantäne gibt es hier.
  • Reinigung der Masken

    Waschen

    • So oft wie möglich mindestens bei 60° C
    • Am besten draußen bei der Sonne trocknen oder bügeln

    Backofen

    • Vorheizen, dann 30 Minuten bei mindestens 80° C

    Mikrowelle

    • Nur bei Masken ohne Draht- oder Metallbügel
    • Über eine Wasserschale legen
    • Bei hoher Wattzahl mindestens 3 Minuten durch den Dampf des siedenden Wassers reinigen

    Bügeleisen

    • Wenn wenig Zeit ist: Gründlich mit mindestens 165° C bügeln
  • Tipps für Erste Hilfe

    Für die meisten ist Helfen im Notfall eine Selbstverständlichkeit. Doch die Corona-Pandemie verunsichert viele Menschen. Auch jetzt gilt: Jede und jeder kann und muss im Maße der Zumutbarkeit und ohne erhebliche eigene Gefahr Hilfe leisten. „Die gesetzliche Pflicht zur Ersten Hilfe besteht auch trotz des Risikos einer Ansteckung, jedoch gibt es in der aktuellen Situation einige Besonderheiten“, sagt DRK-Bundesarzt Dr. Peter Sefrin und gibt hilfreiche Tipps:

    1. Eigenschutz: An erster Stelle steht immer die eigene Sicherheit, gerade jetzt, da mit der Ansteckungsgefahr ein zusätzliches Risiko besteht. Wenn möglich, sollte der Mindestabstand von 1,50 Meter gewahrt werden, dies liegt jedoch im Ermessen der helfenden Person. Wenn näherer Kontakt notwendig ist, zum Beispiel bei Verletzungen, sollten Mund und Nase der hilfebedürftigen Person mit einem Tuch abgedeckt und auch das eigene Gesicht geschützt werden.

    2. Kommunikation: Unabhängig von der Distanz ist es auch eine wesentliche Erste Hilfe, wenn immer möglich, den Notruf 112 anzurufen und mit dem Betroffenen zu kommunizieren: beruhigen, darüber informieren, dass Hilfe unterwegs ist, und so lange bleiben, bis der Rettungsdienst vor Ort ist.

    3. Wiederbelebung: Bei einem Herz-Kreislaufstillstand sollte in der aktuellen Situation auf die Mund-zu-Mund-Beatmung verzichtet und nur die Herzdruckmassage durchgeführt werden (100- 120 Mal pro Minute) – und zwar solange, bis der Rettungsdienst übernimmt.

    4. Kontakt: Die Helferin oder der Helfer sollte den Einsatzkräften die eigenen Kontaktdaten geben, um erreichbar zu sein, für den Fall, dass bei der betroffenen Person nachträglich eine infektiöse Erkrankung festgestellt wird.

    5. Verhalten als Risikoperson: Menschen, die zu einer Risikogruppe zählen, sollten grundsätzlich zu Hause bleiben. Werden sie dennoch draußen Zeuge eines Notfalls, müssen sie abwägen, ob Hilfeleistungen an Fremden unter Rücksichtnahme auf die eigene Sicherheit möglich sind.

    6. Verhalten als Risikopatient: Ein Risikopatient mit Symptomen sollte an einem Patienten keine direkte Erste Hilfe leisten, sondern sich auf die Organisation der Hilfe beschränken und den Notruf 112 wählen.