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Kontakt

DRK-Landesverband
Baden-
Württemberg e.V.

Bettina Hamberger

Badstr. 39-41
70372 Stuttgart
Telefon 0711 5505-249
Telefax 0711 5505-194
E-Mail: b.hamberger[at]drk-bw[dot]de
kongress[at]quergedacht2015[dot]de

Programmübersicht

9 – 10 Uhr Ankommen, Anmeldung und Orientierung

10 – 10:45 Uhr Begrüßung durch Dr. Menz, Präsident des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg, und Impulsreferat von Herr Christian Reuter, Vorstand des DRK-Generalsekretariats

11 – 12:30 Uhr Vortragsprogramm entsprechend Themenblöcken

12:30 – 14 Uhr Mittagessen und Pause

14 – 16 Uhr Vortragsprogramm entsprechend Themenblöcken

16:15 – 17 Uhr Abschlussprogramm: Kabarettist Ingo Vogl nimmt den Tag ins Visier

Themenblock 1 "Verband“

Das Rote Kreuz ist ein sehr vielfältiger Verband, der sich immer wieder unterschiedlichsten Aufgaben stellen muss. Eine kleine Auswahl aktueller Herausforderungen findet sich in diesem Themenblock.
Moderator: Jürgen Wiesbeck

11 bis 11:30 Uhr Menschen begeistern. Leitungskräfte gewinnen.
Referentin: Carmen Nagel
Das JRK/ DRK lebt von Menschen, die eine gemeinsame Vision haben - anderen Menschen zu helfen und dabei selbst Spaß zu haben. Diese Botschaft ist auch für Menschen außerhalb des JRK/ DRK interessant. Doch wie können wir diese nachhaltig an potenzielle ehrenamtliche Mitarbeitenden und zukünftige Leitungskräfte transportieren? Welche Möglichkeiten gibt es außerhalb dem bisher Erprobten? Carmen Nagel möchte Ihnen hierzu Ideen und Impulse für Ihre Arbeit vor Ort mitgeben.

11:45 bis 12:15 Uhr Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit im DRK
Referent: Peter Maßbeck
Der Arbeitsschutz, die Arbeitssicherheit ist integrierter Bestandteil der DRK-Satzung. In einer föderalen Struktur liegt aber die Verantwortung und Durchführung zum Arbeitsschutz bei jedem eingetragenen Verein. Seit 2012 gibt es den „Gesamtverbandlichen Arbeitsschutz“. Die Verantwortung kann er nicht abnehmen, aber die Bedingungen zum Schutz aller Helfer und Mitarbeiter kann er definieren!

14 bis 14:30 Uhr Notfallsanitäter – Was ändert sich für uns?
Referent: Rico Kuhnke
Mit Einführung des Notfallsanitäters ergeben sich viele offene Fragen für unseren Verband. Welche Perspektiven gibt es für das Ehrenamt im Rettungsdienst? Werden auch weiterhin Rettungssanitäter gebraucht? Gibt es Quereinstiegmöglichkeiten? Führt das Gesetz zu einer weiteren Trennung von Ehren- und Hauptamt? Wo ergeben sich Chancen und Möglichkeiten?

14:45 bis 15:15 Uhr Grenzverletzungen
Referentin: Carolin Ziegenhagen
Grenzverletzungen sind bewusste oder unbewusste Überschreitungen der Intimsphäre einer Person. Wie kann ich diese erkennen? Was kann ich selber machen, was kann der Verband machen, um gegen Grenzverletzungen präventiv zu wirken?

15:30 bis 16:00 Uhr Landesprojekt: Löwen retten Leben. In Baden-Württemberg macht Wiederbelebung Schule.
Referent: Jovin Bürchner
Das Ziel des Projektes ist es, die vereinfachte Reanimation an weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg zu implementieren, um die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem plötzlichen Herzstillstand deutlich zu steigern.

Themenblock 2 "Menschen"

Der Faktor Mensch ist Garant für Erfolg oder auch Beitrag zum Misserfolg in Gemeinschaften. Dieser Themenblock bietet Einblick unter unterschiedlichen Blickwinkeln des Zusammenwirkens von Menschen in Organisationen.
Moderator: Johannes Stocker

11 bis 11:30 Uhr Tipps zum erfolgreichen Kommunizieren: „Meinen, sagen und verstehen“
Referent: Raimund Heiny
Wir können uns der Kommunikation nicht entziehen. Gleichzeitig ist gelungene Kommunikation Erfolgsfaktor für menschliches Zusammenwirken. Raimund Heiny bietet Einblicke und Hintergründe zum Thema. Er leitet Tipps für Sie ab, welche einer gelungenen Kommunikation die Türen öffnen können.

11:45 bis 12:15 Uhr Störungen und Konflikte ansprechen und bearbeiten: „Wir sind halt nur Menschen!“
Referent: Dr. Wolfgang Grulke
Reibereien und Spannungen gehören zur Innenausstattung des Zusammenlebens. Wir sind verschieden, haben unterschiedliche Vorstellungen, manchmal sogar gegensätzliche Absichten und Ansichten. Dummerweise fehlt ab und zu die Anleitung, wie diese Auseinandersetzungen zum Nutzen aller Beteiligten zu führen sind. In diesem Vortrag wird Dr. Wolfgang Grulke einige Vorschläge zum Umgang mit dieser Seite des Menschseins machen.

14 bis 14:30 Uhr Asyl und Ehrenamt beim Roten Kreuz; Chancen und Eindrücke: „Neue Heimat Deutschland“
Referent: Ramez Al Rawas

14:45 bis 15:15 Uhr Interkulturelle Öffnung, ein Gewinn für das Deutsche Rote Kreuz, seine Einrichtungen und Dienste: „Chance interkulturelle Öffnung“
Referenten: Nathalie Wollmann & andere
In Deutschland werden wir weniger, bunter und älter! Aktuell hat jeder fünfte Mensch in Deutschland einen Migrationshintergrund. Auch die Zukunft des DRK hängt davon ab, wie wir mit diesem Wandel umgehen. Aus ihren Erfahrungen bieten Ihnen die Referenten Einblicke und Lösungsvorschläge in das Themenfeld der interkulturellen Öffnung.


Themenblock 3 "Weltweit"

In der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung engagieren sich 189 Gesellschaften und tragen dazu bei, die Idee des Gründers Henry Dunant zu verbreiten und mit Leben zu erfüllen. In diesem Block bieten wir fünf interessante und aktuelle Themen zur Rolle des Deutschen Roten Kreuzes als weltweit agierender Player an. Es werden sowohl grundlegende Informationen als auch interessante Praxisberichte vermittelt.
Moderator: Christian Schad

11 Uhr bis 11:30 Uhr Die Rotkreuzgrundsätze im Praxistest
Referentin: Katja Schöberl
Seit 50 Jahren bilden unsere sieben Grundsätze das wesentliche Fundament unserer Arbeit. Unsere ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden kennen diese Leitvorgaben, denn Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität müssen sich in allen unseren Aufgaben wiederfinden. Katja Schöberl macht den Praxistest, lassen Sie sich überraschen und seien Sie neugierig!

11:45 bis 12:15 Uhr Die Rolle des IKRK bei Krisen und Konflikten
Referentin: Anke Biehler
Als eine der drei Komponenten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist das Internationale Komitee vom Roten Kreuz gleichzeitg exotisch und spannend. Wir alle sollten die Aufgaben des IKRK als Basiswissen kennen, blicken wir in viele Veröffentlichungen außerhalb unserer Organisation, so findet man jedoch viel Unkenntnis und Begriffsverwirrung. Anke Biehler gibt einen interessanten Einblick in die Struktur und die Aufgaben dieser Schweizer Vereinigung.

14 bis 14:30 Uhr Einsatzbericht Krisenintervention Flugzeugabsturz Südfrankreich
Referentin: Gudrun Augenstein
Es war für uns alle unfassbar, als wir die schlimme Nachricht vom Absturz des Germanwings Flugzeuges über den südfranzösischen Alpen aus den Medien erfuhren. Auf Vermittlung des DRK-Bundesverbandes war ein Kriseninterventionsteam unseres Landesverbandes vor Ort. Gudrun Augenstein berichtet von einem nicht alltäglichen Einsatz.

14:45 bis 15:15 Uhr Als Arzt im Einsatz gegen Ebola
Referent: Dr. Johannes S. Schad
Viele von uns konnten sich nur sehr schwer in die Szenarien hineindenken, als wir die Bilder von vermummten Einsatzkräften im Kampf gegen die Ebola-Seuche in den Medien sahen. Zwar wissen die meisten von uns, dass wir besondere Maßnahmen bei einer sich anbahnenden Grippe Epidemie zu treffen haben, aber eine Seuche dieses Ausmaßes übersteigt unsere Vorstellungskraft. Dr. Johannes Schad berichtet von seinem Einsatz in Afrika.

Thememblock 4 "Streiflichter"

„Wer das tut, was er schon immer getan hat, wird das bekommen, was er schon immer bekommen hat.“  Das Panel „Streiflichter“ zeigt ehrenamtliches Engagement in allen Facetten: zielgerichtet, gobal gesehen oder gegen den Strich gebürstet.
Moderator: Helmut Gentner

11 bis 11:30 Uhr „Neue Helferkonzepte für das DRK“: Vorstellung kurzfristiger, situationsbezogener Helferkonzepte
Referent: Matthias Max
Das Deutsche Rote Kreuz sieht sich ebenso wie die anderen Akteure des Bevölkerungsschutzes mit gesellschaftlichen Veränderungen konfrontiert. Die Sicherheitsforschung im Generalsekretariat nimmt neue Engagementformen im Bevölkerungsschutz in den Blick, um diese bedarfsgerecht in die Aufgabenfelder des DRK integrieren zu können.

11:45 bis 12:15 Uhr Didaktische Novellierung in der Ersten Hilfe und deren Auswirkungen auf Zielgruppenangebote
Referent: Klaus Schumacher
Ein Raunen ging durch die Reihen der Ausbildungskräfte, als die Novellierung der Erste-Hilfe-Unterrichte bekannt wurde. Was hat sich geändert? Welche Auswirkungen haben diese Änderungen auf weitere Angebote im EH-Programm? Wie gehen die Ausbildungskräfte mit diesen Änderungen um?

14 bis 14:30 Uhr Vorstellung des „Team Bayern“
Referent: Raimund Heiny
Das Thema „ungebundene Helfer“ ist ein Thema der Zukunft und mit Zukunft. Über Social Media organisieren sich hunderte von Menschen, um in Notlagen zu helfen. Der Team-Gedanke hilft, diese meist unkoordinierten Helferinnen und Helfer zu einer schlagkräftigen Truppe zu formen.

14:45 bis 15:15 Uhr Kommunikation durch die Verbände - Das Mitglieder- und Marketing-Konzept des DRK
Referent: Hans Heinz
Wie präsentiert sich das Rote Kreuz in der Öffentlichkeit? Welche Möglichkeiten des Werbens und der Unterstützung haben wir? Welchen Stellenwert hat dabei die Aktivität bzw. die Attraktivität des Roten Kreuzes vor Ort?

15:30 bis 16 Uhr Methodenbox: Was ich sagen will auf den Punkt gebracht
Referentin: Dr. Gudrun Fey
Wer kennt das nicht: das Thema ist heikel, die Zielgruppe sensibel? Da muss die Ansprache punktgenau sein. Tipps und Tricks vom Profi.

Themenblock 5 "Einsatz"

Die Einsatzbereiche des Roten Kreuzes sind so bunt und vielfältig wie seine Mitglieder. Vom Einsatz im Katastrophenschutz, über Wohlfahrts- und Sozialarbeit bis hin zum Bereich der humanitären Hilfe finden sich die unterschiedlichsten Arbeits- und Tätigkeitsbereiche wieder. In diesem Block stellen wir fünf interessante Bereiche der vielfältigen Rotkreuzarbeit vor.
Moderator: Wolfgang Schmidt  

11 bis 11:30 Uhr Digitalfunk: eine Herausforderung für das DRK
Referent: Dominique Krueger               
Das Thema Digitalfunk ist seit einiger Zeit wieder in aller Munde. Dominique Krueger nimmt  eine Gegenüberstellung der beiden Funksysteme Analogfunk und Digitalfunk vor und beleuchtet die damit verbundenen Herausforderungen des Systemwechsels. Das Ganze wird die Form eines offenen Vortrages haben, so dass sich die Teilnehmenden Gedanken machen können, wie sie mit dem Wechsel umgehen wollen und was er ihnen abverlangen könnte.

11:45 bis 12:15 Uhr Notfalldarstellung – was ist das?
Referenten: Angela und Andreas Braun
Das Jugendrotkreuz beschäftigt sich in seinen Gruppenstunden intensiv mit dem Thema Notfalldarstellung (früher RUD oder Realistische Unfalldarstellung). Es geht hier darum, Notfälle bei Erste-Hilfe-Ausbildungen oder Übungen so echt wie möglich dazustellen. Die Mitglieder des Jugendrotkreuzes lernen Notfallsituationen unter realistischen Bedingungen kennen und sie trainieren dabei richtiges Verhalten. Aber auch bei den Leistungsvergleichen der Bereitschaften hat mit Sicherheit der eine oder die andere schon gestaunt, wie „echt“ man Wunden tatsächlich schminken kann. Angela und Andreas Braun werden in ihrem Vortrag zeigen, was so alles möglich ist.

14 bis 14:30 Uhr Rettungshundearbeit – vierbeinige Helfer und ihre Arbeit
Referent: Carlo Rasi
Der Einsatzbereich von Rettungshunden ist vielseitig: neben dem wahrscheinlich bekanntesten und häufigsten Einsatzanlass, der Suche nach vermissten Personen, können Rettungshundeteams aber auch als ein wichtiges Element des Rettungseinsatzes, z.B. bei Verschüttungen durch Gasexplosionen, eingesetzt werden. Carlo Rasi wird in seinem Vortrag auf die Ausbildung eingehen und die Arbeit eines Rettungshundeteams vorstellen.

15:30 bis 16 Uhr Einsätze mit persönlich bekannten Opfern
Referent: Prof. Dr. phil. Harald Karutz
Die meisten Patienten und deren Angehörige sind Einsatzkräften unbekannt, fast immer handelt es sich um Fremde. Vor allem in ländlichen Rettungsdienstbereichen, insbesondere bei „First-Responder“- bzw. „Helfer-vor-Ort“-Einsätzen in der unmittelbaren Umgebung des eigenen Wohnortes werden Rettungsdienstmitarbeiter aber auch mit Betroffenen konfrontiert, die ihnen persönlich vertraut sind. Mit welchen besonderen Belastungen dies verbunden sein kann, wird im Vortrag dargestellt. Außerdem werden Strategien beschrieben, die dabei helfen sollen, auch solche speziellen Einsatzsituationen in einer angemessenen Weise zu bewältigen. Grundlage der Ausführungen sind theoretische Überlegungen sowie explorative Interviews mit Rettungsdienstmitarbeitern, die bereits einschlägige Erfahrungen sammeln mussten.