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Über 300 angehende Notfallsanitäter beginnen ihre Ausbildung beim Deutschen Roten Kreuz

Am 21. November trafen sich 306 angehende Notfallsanitäter in der Stadthalle von Herrenberg zur offiziellen Begrüßung und zum Start ihrer Ausbildung beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Baden-Württemberg. Die Auszubildenden haben am 1. Oktober ihre dreijährige Ausbildung an insgesamt neun DRK-Schulstandorten in Baden-Württemberg begonnen. Damit hat das DRK in Baden-Württemberg seine Ausbildungskapazitäten in wenigen Jahren deutlich aufgestockt.

Begrüßung der angehenden Notfallsanitäter

In 14 Schulklassen werden die angehenden Notfallsanitäter, darunter 27 Schüler der Bundeswehr, eine umfangreiche dreijährige Ausbildung mit mehreren Praxisphasen in Rettungswachen und Kliniken durchlaufen. In neun dezentralen Schulstandorten lernen sie mit modernen Lehrmethoden die gesamte Bandbreite des Rettungswesens in Baden-Württemberg kennen und absolvieren eine anspruchsvolle theoretische und praktische Prüfung, bevor Sie den Beruf des Notfallsanitäters ausüben dürfen.
„So gut ausgebildet wie Sie waren Fachkräfte im Rettungsdienst nie zuvor“, freute sich Jochen Glaeser, der Präsident des DRK-Landesverbands Badisches Rotes Kreuz in seinem Grußwort. Er dankte der Landesschule für den „Kraftakt“, mit dem die Ausbildungskapazität in den vergangenen Jahren ausgebaut wurde und zeigte sich zuversichtlich, die derzeitige Personallücke bald schließen zu können.

Prof. Wolfgang Kramer, Landesarzt des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg, betonte mit eindringlichen Worten, welche Verantwortung, aber auch welche Erfüllung der Beruf des Notfallsanitäters mit sich bringt und brachte die Rolle der heutigen Rettungskräfte auf den Punkt: „Sie sind Teil der Medizin, Sie sind keine Fahrgelegenheit!“ Er betonte die Ausbildungsqualität an den Einrichtungen der DRK Landesschule und verwies auf deren tadellose Absolventenquote: Alle 44 im September zur Prüfung angetretenen Auszubildenden des ersten DRK-Ausbildungsjahrgangs hatten ihre Prüfungen bestanden.



In Herrenberg stellten sich die einzelnen Ausbildungseinrichtungen mit je einer Kurzperformace vor. Neben der langjährigen Landesschule in Pfalzgrafenweiler und der Schule in Bühl (Baden) sind seit 2014 sieben weitere Standorte hinzu gekommen.

Der Ausbau der Kapazitäten für die Ausbildung der angehenden Notfallsanitäter war dringend erforderlich, nachdem seit 2014 keine Rettungsassistenten mehr ausgebildet werden. Die völlig neu konzipierte dreijährige Ausbildung für mittlerweile über 300 Personen war an einem einzigen Standort nicht mehr zu gewährleisten – daher die Gründung von dezentralen Standorten. So entstanden innerhalb kürzester Zeit in Bad Säckingen, Ellwangen, Karlsruhe, Ravensburg, Sinsheim, Stuttgart und in Ulm neue Bildungseinrichtungen. Damit stellt das Deutsche Rote Kreuz in Baden-Württemberg rund zwei Drittel der auszubildenden Notfallsanitäter in Baden-Württemberg.

28. November 2017 09:14 Uhr. Alter: 12 Tage